Die PIRATENPARTEI und das Urheberrecht

Im Handelsblatt protestieren 100 Prominente unter dem Motto “Mein Kopf gehört mir” gegen die Piratenpartei. Schade, keiner der 100 Prominenten hat sich im Vorfeld  mit Politik oder der Piratenpartei beschäftigt. Es grenzt schon an Peinlichkeit was manche da so von sich geben.

“Auch im Youtube-Zeitalter gilt: Ohne Urheberrechte gibt es in Film und Fernsehen keine Qualität. Deshalb sind sie unverzichtbar.”  – Franka Potente

“Wer im Internet klaut, der stiehlt! So einfach ist das.” - Hans-Hermann Tiedje, Ex-Bild-Zeitungs-Chefredakteur und Medienmanager

“Die Piraten blenden die wirtschaftlichen Wirkungsmechanismen in der digitalen Welt aus. “ – Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

Die Piratenpartei will weder das Urheberrecht abschaffen noch “etwas aus dem Internet klauen”. Das ist Meinungsmache vom Feinsten. Alle Infos zum Thema Urheberrecht und die Piratenpartei gibt es weiter unten auf der Seite oder auf Piratenpartei.de.

Wer sich ganzen Lobbyartikel einmal antun möchte kann das auf Handelsblatt.de machen. Darin kommt auf der Cheflobbyist der deutschen Musikindustrie Dieter Gorny (Gründer von VIVA) zu Wort.

Die Urheber regen sich zurecht auf. Eine Partei die in Umfragen schon bei ca. 12% liegt und so einen Blödsinn wie: “Nur dort, wo eine Leistung erbracht wird (Konzert), ist es sozial haltbar, eine Entlohnung einzufordern” verbreitet, darf auf keinen Fall noch mehr Zuspruch erhalten…

Schade auch das sich niemand vom Handelsblatt an das Jahr 1931 erinnern kann. Damals haben 100 Autoren gegen Einsteins Relativitätstheorie gewettert. Die Streitschrift erschien damals unter der Überschrift “100 Autoren gegen Einstein” In der heutigen Zeit nennt man so eine schlechte PR Kampagne schlicht und einfach FAIL!

copy and seed!

Permalink: http://parkgott-blog.de/digital-world/die-piratenpartei-und-das-urheberrecht/

 

 

 


Die Piratenpartei zum Thema “Privatkopie”

Als Privatkopie wird die Kopie eines urheberrechtlich geschützten Werkes für die nicht gewerbliche und nicht öffentliche Nutzung bezeichnet.

Eine generelle Erlaubnis für Vervielfältigungen für private Zwecke wird durch Kopierschutzmaßnahmen (DRM) verhindert, ein digitales Wasserzeichen bewirkt datenschutzrechtliche Probleme.

Es muss geprüft werden, inwieweit der Begriff Privatkopie ausgelegt werden kann. Eine Begrenzung auf eine bestimmte Anzahl an Kopien ist nicht mehr zeitgemäß. Dennoch sollte ein Unterschied zwischen z. B. P2P-Tausch oder der öffentlichen Zugänglichmachung über eine Web-Seite gemacht werden. Eine Web-Seite kann auch einen Kontext haben, mit dem der Urheber nicht in Verbindung gebracht werden möchte. Vereine oder Parteien sind „nicht-kommerziell“, aber eben nicht „privat“.

 

Die Piratenpartei zur Finanzierung durch Werbung

Bei E-Books und Filmen u. a. kann Werbung ein Weg sein, um ein Werk zu veröffentlichen. Diese Werbung dürfte aber nicht entfernt werden.

Sobald das Werk eine gewisse Bekanntheit erreicht hat, kann der Urheber das Werk auch ohne Werbung freigeben. Early Adopter sehen das Werk also mit Werbung, die Werbekunden sind zufrieden, und wer warten kann, bekommt es ohne Werbung. Es ist dem Pre/Post-Release ähnlich, nur dass quasi die Werbepartner den „Freikauf“ übernimmt.

In Bezug auf Pre/Post-Release wäre es denkbar, dass das Werk anfangs nur gestreamt wird, z. B. ein Musikstück. Man kann es am PC anhören, aber z. B. nicht auf einem mobilen Gerät. Sobald genug Geld durch die Einblendung von Werbung eingespielt wurde, wird der Download freigegeben.

Bei Filmen wäre es auch denkbar, dass das Ansehen (Streaming) mit Werbung oder Werbeunterbrechung möglich ist und später als Download bereit gestellt wird. Oder man bezahlt eine geringe Gebühr für das einmalige Ansehen, ähnlich wie heute Kino, DVD, TV etc.

 

Die Piratenpartei über Konzerte und Entlohnung

Nur dort, wo eine Leistung erbracht wird (Konzert), ist es sozial haltbar, eine Entlohnung einzufordern. Für den bloßen Vertrieb sollte jedoch nur eine freiwillige Abgabe als gerecht gelten (vgl. GEMA 2.0), da hierbei der Konsument selbst (P2P) oder ein unnötiger Mittler sämtliche Mittel aufbringt. Beim Direktvertrieb erbringt der Künstler auch eine Leistung (über deren Notwendigkeit man jedoch streiten kann); er sollte also auch entlohnt werden.

 

Die Piratenpartei über die Kulturflatrate

Voraussetzung für eine „Kulturflatrate“ ist eine ausdrückliche Erlaubnis seitens der Gesetzgebung zum freien Kopieren urheberrechtlich geschützter Werke. Als Ausgleich für die Urheber wird eine z. B. an den Internetzugang gekoppelte Pauschalabgabe – die Kulturflatrate – genutzt.

 

Quelle: http://wiki.piratenpartei.de/Urheberrecht

 

 

Die Position der Piraten zum Urheberrecht

Wir setzen uns für ein freizügiges Urheberrecht ein, das dem Digitalen Wandel Rechnung trägt und das in Schieflage geratene Gleichgewicht zwischen Urhebern, Rechteverwertern und der Allgemeinheit im Umgang mit geistigen Werken wiederherstellt. Daher wollen wir das nichtkommerzielle Kopieren, Zugänglichmachen, Speichern und Nutzen von geistigen Werken nicht nur legalisieren, sondern ausdrücklich fördern, um die Verfügbarkeit der Information, Wissen und Kultur zu verbessern, und lehnen Kopierschutzmaßnahmen wie DRM-Systeme strikt ab. Auch die heutige Dauer der Schutzfristen bis 70 Jahre nach dem Tod des letzten beteiligten Urhebers sehen wir als zu lang an.

 

Argumente:

- Keine Überwachungs- & Zensurtechnologien zur Rechtsdurchsetzung nötig (Vorratsdatenspeicherung, Telekommunikation-Überwachung, Internetsperren)

- Keine Gängelung der Bürger durch Kopierschutzmaßnahmen oder Sperrung von Internetanschlüssen

- Mehr Mitspracherechte für die Urheber gegenüber den Rechteverwertern

- Vernünftige Archivierung für Bibliotheken

- Gesellschaftlicher Fortschritt durch Verbreitung von Wissen und Kultur

 

Ja, aber…

… wie sollen die Künstler so Geld verdienen?

Bei jedem Geschäftsmodell sind die wesentlichen Faktoren die Bekanntheit und Verbreitung des Werkes sowie die Zahlungsbereitschaft der Kunden. Auch mit der Lockerung des UhrG im privaten Bereich können weiterhin CDs gekauft sowie Konzerte und Kinos besucht werden. Komfortable Downloadangebote, bei denen die Einnahmen direkt an die Urheber fließen, sind der Weg in die Zukunft.

 

Quelle: http://wiki.piratenpartei.de/AG_Urheberrecht

 
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